Bild: Holzschnitt von Gustave Doré
Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung
LUT Lukas 23,26-31: "26 Und als sie ihn abführten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er’s Jesus nachtrüge. 27 Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und viele Frauen, die klagten und beweinten ihn. 28 Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder. 29 Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben! 30 Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt über uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! 31 Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?"
Jesu Kreuzigung
Lukas 23,32-32: "32 Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, dass sie mit ihm hingerichtet würden. 33 Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. 34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. 35 Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. 36 Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig 37 und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber! 38 Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König. 39 Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! 40 Da antwortete der andere, wies ihn zurecht und sprach: Fürchtest du nicht einmal Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? 41 Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. 42 Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! 43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein."
Bilder: Holzschnitt von Gustave Doré
3 Stunden Finsternis über das ganze Land als Jesus starb
Lukas 23,44-49: "44 Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45 und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei. 46 Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er. 47 Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser Mensch ist ein Gerechter gewesen! 48 Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um. 49 Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galiläa nachgefolgt waren, und sahen das alles."
Jesu letzte Worte vom Kreuz: "Es ist vollbracht."
Paulus beschreibt das Wort vom Kreuz in 1Kor 1,18 so: "Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gottes Kraft." Es ist also entweder eine Torheit oder eine Gotteskraft. Man kann dem Wort vom Kreuz nicht neutral gegenüberstehen ...
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Sühneopfer Jesu - Erlösung durch Gnade (ohne Verdienst)
Alle Menschen haben gesündigt und sich von Gott getrennt. Vor meiner Umkehr dachte ich, das Göttliche wäre bereits in uns, und wir müssen uns nur daran erinnern. Das fühlte sich zunächst gut an - doch es war eine Täuschung. Durch die Sünde (= Trennung von Gott) haben wir das Leben in der Herrlichkeit Gottes verloren. Wir sind jedoch gerecht vor Gott, durch den Glauben an die Erlösung durch Jesus Christus durch sein Sühneopfer -> s. Röm 3,21-26: "22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden 26 in der Zeit der Geduld Gottes, um nun, in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus." Karfreitag besteht also darin, dass Jesus für unsere Sünden stirbt, damit wir vor Gott bestehen können
Wie ist die Kreuzigung zu verstehen ...
Das Sühneopfer und die Kreuzigung Jesu habe ich lange Zeit nicht verstanden - ich fand es einfach nur grausam und brutal. Erst durch die Beschäftigung mit dem christlichen Glauben und dem Lesen in der Bibel - im Wort Gottes, habe ich verstanden, dass Jesus Gott selbst ist. Am Kreuz starb also Gott selbst. Jesu sagt im Johannesevangelium: Joh 10,30: "Ich und der Vater sind eins." Gott (Vater) hat sich also selbst hingegeben - so groß ist seine Liebe für uns. Hier geht es also um Versöhnung zwischen uns und Gott: s. 2 Korinther 5,18: "18 Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber, und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung."
Siehe hierzu die Blog-Artikel:



