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Der traumatisierte Wille

Traumatisierte mussten schon früh in ihrer Kindheit Teile ihrer Psyche abspalten. Durch traumatische Erfahrungen fand eine Beschädigung des Gehirns und der gesunden Ich-Funktionen statt. Dadurch hat sich auch kein gesunder Wille und kein gesundes Selbst beim Kind entwickeln können. Der gesunde Wille, welcher dem Kind eigentlich voller Lebensenergie, realistisch, zuversichtlich, undogmatisch, geduldig und hilfreich hätte zur Seite stehen sollen, wurde in der Kindheit geschädigt. Das Kind weiß nun nicht mehr, an wen es sich orientieren kann, wo es sich sicher fühlen kann ... Es fühlt sich getrennt ... und es entsteht die Nicht-Identität. 


Die Nicht-Identität

Hierzu ein Beispiel: Wenn die Mutter das Kind nicht wollte oder das Kind nach einem Abtreibungsversuch überlebte, wird der Wille des Kindes zu leben von ihm als bedrohlich erlebt. Also unterdrückt das Kind sein gesundes Wollen so gut es geht. Es versucht sich der Mutter anzupassen und kann seine eigene Identität nicht entwickeln. In Folge dessen befindet sich das Kind in einem ständigen Überlebenskampf. 

 

Das kann sich später in Ohnmachtserleben, in Gefühlskälte, Verlust der Empathie-Fähigkeit oder explosiven Gefühlsausbrüchen zeigen. 


Dogmatische Menschen

Die Auswirkungen und Folgen von Nicht-Identitäten und Trauma-Überlebensstrategien sind für unsere gesellschaftliche Entwicklung gravierend. Menschen in der Nicht-Identität sind manipulierbar und haben Angst. Da sie nicht in ihren Körper anwesend sind, nicht wirklich fühlen können, leben sie in ihren Überlebenswille-Programmen. Sie sind in ihren Überzeugungen, Ideen und Glaubenssystemen gefangen, die sie von anderen übernommen haben. Ihr gesunder Wille wurde in der Kindheit gebrochen - mit Dingen, die ihnen aufgezwungen oder anerzogen wurde. Diese Menschen entwickeln sich dann oft zu Dogmatikern oder Fanatikern, die wiederum anderen mit Willensstärke ihre Programme, Regeln und Gesetze aufzwingen wollen.  

 

"Selbstgerecht und voller Selbstvorwürfe, kämpfend gegen den Rest der Welt, in den eigenen Widersprüchen im Kopf gefangen, bin ich selbst in Gesellschaft ein zutiefst einsamer Mensch.“  (Die Nicht-Identität)